Freundschaften nach der Geburt verändern sich

Aktualisiert: 5. Feb 2019

"Ruf mal an, wenn der Kleine schläft und lass mal wieder quatschen"!" "Ja, unbedingt", antwortest du und denkst dir "puuuuuh, das muss ich auch noch machen, sonst hab ich bald keine Freundinnen mehr". Dass das nicht stimmt wissen wir - sonst

wären es ja nicht unsere Mädels.


Wer kennt das? Ich wette, jede von euch fühlt sich hier ertappt. Die Zeit, in der die kleinen schlafen ist einfach Gold wert. Wir könnten:

  • Wäsche machen

  • Aufräumen, oder einfach NICHTSTUUUUN!!!!! GEILLL!!!!

  • Instagrammieren, oder Mamikreiseln (beides lieber nicht, da vergeht die Zeit zu schnell)

Ob man will, oder nicht, Freundschaften mit Baby sind nicht mehr das was sie mal waren. Sie verändern sich. Ich habe gehofft, dass es nicht so ist. Aber es ist so.

Früher: Schööön abends am Weintrinken und philosophieren über alles was grad wichtig war.

Heute: "Hey, komm gern, am besten ab 20 Uhr, da schläft der Kleine". Und was ist dann um 20 Uhr? Er schläft natürlich nicht!!! Warum auch. Innerlich am ausrasten, weil du dir denkst "Ey, jetzt isse schonmal da und hockt alleine in der Küche, der Mann ist auch nicht da. Toll! Schlaf doch endlich!" Und wie fühlt man sich? Automatisch als schlechte Freundin. Das hat mich wirklich schon die ein, oder andere Träne gekostet. Ich habe zu meinen besten Freundinnen ein sehr sehr enges Verhältnis und das hat sich jetzt verändert. Keine Übernachtungspartys mehr, nicht mehr angedüdelt durch die laue Sommernacht spazieren und auf dem Olympiaberg übernachten. Das war Freiheit.


Die wenige Zeit, die man momentan für Freunde hat würde man gerne nutzen. Wenn es dann nicht klappt ist die Enttäuschung gross. Zumindest bei mir. Das schlechte Gewissen auch. Man würde ja gerne. Aber es geht nun mal nicht mehr so wie früher. Dieser Zwiespalt - nicht einfach. Aber selbst heute, nach 1,5 Jahren sind sie mir treu. Das ist Mädchenliebe.


Siehe auch: Elternzeit - was ich heute bereute.


Hier noch ein paar Tipps für dich, wie ich meine Mädels bei Laune halte:


Du kannst deine Freundinnen auch aus der Ferne wertschätzen

Nur weil sich eure Tagesabläufe nicht mehr gleich sind wie früher kannst du als Neu-Mama trotzdem ein paar Dinge tun. Wenn du Spazieren gehst, laufe beim Schreibwarenladen vorbei, kaufe eine schöne Karte, verziere sie mit netten Worten und ab die Post. Freude schenken.


Emotionen, Nähe und Gefühle durch Technik

Ich habe eine weitere gute Lösung gefunden, ist jetzt zwar nicht optimal, aber wir whatsappizieren. Wir schreiben nicht, wir sprechen uns Nachrichten auf. Warum? Weil es schnell geht, man Emotionen gut rüberbringen kann und man hat das Gefühl man ist dem anderen nah. Zumindest näher, als wenn man nur schreibt. Das klappt bisher ganz gut und ersetzt TEILWEISE Telefonate. Natürlich nicht komplett, aber ich finde es einen guten Kompromiss. Denn ich habe oft das Problem, dass die Telefonzeiten meiner Freundinnen genau dann sind, wenn ich den Kleinen ins Bett bringe. Sprich, ihr Arbeits-Homerun. Aber treffen ist natürlich immer noch das allerschönste.


Gäste nur zu zweit Empfangen

Wir laden jetzt immer öfter Freunde einfach zu uns nach Hause zum Essen ein - das klappt prima. Wir sind zu zweit und falls der Junge Knatsch macht ist immer einer für die Gäste da und der andere fürs Kind.


Papa darf auch mal ran

Dein Baby hat auch einen Vater, Oma, oder Opa. Spanne sie ein, wenn möglich und nehme dir ein, oder zwei Stunden Zeit, um dich auf einen kurzen Cafe in der Stadt zu treffen. Ohne schlechtes Gewissen. Wenn es nur eine halbe Stunde ist, es ist Abwechslung für dich und die tut dir gut.


Siehe auch: Elternzeit - was ich heute bereute.

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