Abstillen: Aber wie? Ich mache mal nach Gefühl.

Aktualisiert: 29. Jan 2019

Abstillen - Heute ziehe ich es durch!!??

Heute Nacht gibt es keine Brust. Nachdem der Busen momentan die einzige Aufgabe hat dem Pikk ein Nuckelersatz zu sein, will ich nicht mehr. Ich kann auch nicht mehr. Dieses ewige genuckel nervt. Vor ein paar Tagen war das noch nicht ganz so schlimm. Es muss ein Ende haben. Der Pikk braucht schon lange tagsüber keine Brust mehr. Er isst komplett am Tisch mit. Eiweissmahlzeiten und Calcium bekommt er also genug. Für mich also auch kein Grund ihn nachts an eine Milchflasche zu gewöhnen, zudem er Milch auch nicht gut verträgt. Also gleich mal zwei Herausforderungen auf einmal: Abstillen ohne Milchersatz. Wird schon klappen, oder?


Abstillen Tag 1:


20 Uhr: Pikk schläft seelig, Mama chillt....noch. Ich habe mal eine Thermoskanne mit trinkfreundlich temperiertem Babyfrüchtetee angerichtet. Inhalt für die Babyflasche, die wir evtl brauchen. Ich lenke mich ab, denn der Moment des "Erwachsens" rückt immer näher.


23 Uhr: Pikk wird wach.

Meine Gedanken: "Soll ich ihm jetzt echt die Brust nicht geben?

Das geht doch irgendwie gar nicht. Ich will gar nicht in unser Zimmer, um ihm die Brust NICHT zu geben." Ich fühle mich schlecht. Gut hilft jetzt nichts. Auf in die Höhle des Löwen. Er steht wie immer mit Schnuller im Mund in seinem Gitterbettchen (in unserem Schlafzimmer) und weint. Ich nehme ihn noch. Mhhh was mache ich denn jetzt mit ihm. Schlaftrunken gehen wir in die Küche und füllen Tee in die Babyflasche. Gehen zurück ins Schlafzimmer. Legen uns ins grosse Bett. Er hat absolut keine Lust auf meinen tollen Tee :). Er fängt an auf mir herum zu klettern und streckt seine Hände immer wieder unter mein Shirt. Das tut mir so leid. Aber ich bleib stark. Ich ziehs durch, oder?

Wenn ich es heute nicht mach, dann muss ich morgen anfangen und das ändert ja nichts.

Das Gute ist, das der Papapikk weg ist und wir in Ruhe die Nacht zum Tag machen können.

Also gesagt getan. Ich lasse ihn meckernd und motzend und auf mir herumklettern. 15 Minuten, eine halbe Stunde. Ich werde immer müder und muss mich wirklich zusammenreissen, dass ich nicht einschlafe. Es fällt mir unheimlich schwer konsequent zu sein. Ihm immer wieder die Brust zu verweigern. Ich überlebe immer wieder nachzugeben, ende aber bei einem "nein". Nach gefühlt25 Versuchen nimmt er endlich die Teeflasche. Eine riesen Erleichterung. Legt sich in meinen Schoss und schläft fast ein beim Trinken. Check!!! Erstes Aufwachen hab ich ohne Brust geschafft.

Ich leg ihn in sein Bettchen und lege mich daneben. Auf unser Bett. Reiche ihm meine Hand hinunter. Erhält sie bis er tief schläft. Ich Schlafe mit ein.

Wache auf, da meine linke Hand wehtut. Total angeschwollen.


01 Uhr: Pikk wacht wieder auf.

Gleiches Spiel. Nur diesmal nimmt er keine Flasche. Mist. Und jetzt?

Er liegt neben mir, total unruhig. Schnuller will er nicht. Windet sich von links nach rechts. Vom Bauch auf den Rücken. Er merkt, dass was anders ist. Aber ich bleibe hart. Keine Brust. Rede mir immer wieder ein. "Wenn ich es heute nicht durchziehe, dann muss ich es morgen tun". Also hilft nichts. Ich fange an zu summen, er wird ruhiger. Schläft ein. Ich trage ihn in sein Bett. Lasse ihn meine Hand halten. Schlafe wieder in selber Position neben ihm ein.

02:30 Uhr: Wiederholung von Ablauf siehe 1 Uhr, nur dass ich diesmal auch geheult hab

04:00 Uhr: Wiederholung von Ablauf siehe 1 Uhr, nicht geheult (ich)

05:30 Uhr: Wiederholung von Ablauf siehe 1 Uhr, und wieder geheult (ich)


Abstillen - Die erste Nacht ist geschafft

07:30 Uhr: Yeah, die Nacht ist rum. Ich hab die erste Nacht ohne Stillen überstanden und der Pikk auch. Wir sind super. Wir haben das toll zusammen geschafft. Ich muss gestehen, die ein oder andere Träne habe ich verdrückt, weil er mir so leid tat. Er war einfach so verzweifelt und hat die Welt nicht mehr verstanden.

Das Gute: Es funktioniert prima ohne Milchmahlzeit.

Ich merke wie meine Brust fast platzt. Habe etwas Milch "abgelassen". Aber nur etwas. Den Rest regelt der Körper alleine. Jetzt heisst es Pfefferminztee trinken und abwarten. Die zweite Nacht. Sie kommt ..... schon bald.


Da die zweite Nacht relativ entspannt war, gibts eigentlich nicht viel spannendes zu berichten.

Yeahhh - abgestillt.

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